My-Kili Team am 5. Jahrestag der Ahrtalflug auf dem Kilimandscharo mit Banner zur Erinnerung

Team von my-kili.de erreicht am 14.07.2026 zum 5. Jahrestag der Ahrtalflut den Gipfel des Kilimandscharo

Ein ganz besonderer Moment auf dem höchsten Berg Afrikas: Am 14. Juli 2026 erreichte das Team von my-kili.de den Gipfel des Kilimandscharo. Der Tag der Gipfelbesteigung war bewusst gewählt. Genau fünf Jahre zuvor, am 14. Juli 2021, begann die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal.

Auf dem 5.895 Meter hohen Uhuru Peak gedachte die Gruppe der Opfer der Flut und bedankte sich zugleich bei den unzähligen Menschen, die während und nach der Katastrophe geholfen haben. Damit wurde die Besteigung nicht nur zu einer sportlichen Herausforderung, sondern auch zu einem Zeichen des Erinnerns, der Dankbarkeit und des Zusammenhalts.

Neun Teilnehmer auf dem Weg zum Dach Afrikas

Zum Team gehörten:

Lukas Kazimierski, Leon Piek, Uwe Lelke, Marc Lelke, Monica Spiess, Dieter Schmitz, Nils Blömke, Jonas Jakobs und Rudi Pollnau.

Gemeinsam stellten sie sich den zahlreichen Herausforderungen, die eine Besteigung des Kilimandscharo mit sich bringt: lange Tagesetappen, wechselnde Klimazonen, niedrige Temperaturen und die immer dünner werdende Luft in großer Höhe.

Der Aufstieg über die Lemosho-Route

Die Tour begann am Mittwoch, dem 8. Juli 2026, in den Lemosho Glades. Von dort führte der Weg zunächst durch die üppigen Bergregenwälder am Fuß des Kilimandscharo. Das erste Ziel war das auf etwa 2.780 Metern gelegene Big Tree Camp.

Am zweiten Tag erreichte die Gruppe das Shira 1 Camp auf 3.500 Metern. Mit zunehmender Höhe veränderte sich die Landschaft deutlich. Die dichten Wälder wichen offenen Hochflächen, während der Gipfel des Kilimandscharo immer näher rückte.

Am Freitag ging es weiter zum Moir Hut Camp auf 4.140 Metern. Einen Tag später führte die Route zum Pofu Camp auf rund 4.020 Metern.

Akklimatisation als wichtiger Bestandteil

Am Sonntag, dem 12. Juli, erreichte die Gruppe das Third Cave Camp auf 3.935 Metern. Dieser Tag diente zugleich der weiteren Akklimatisation. Die langsame Anpassung an die Höhe ist einer der wichtigsten Faktoren bei einer Kilimandscharo-Besteigung.

Am Montag führte die letzte reguläre Aufstiegsetappe zum School Hut Camp auf 4.720 Metern. Dort bereitete sich das Team auf die entscheidende Nacht vor. Viel Zeit zum Schlafen blieb nicht, denn bereits um Mitternacht begann der Aufstieg zum Uhuru Peak.

Zum Sonnenaufgang auf 5.895 Metern

Der nächtliche Gipfelaufstieg ist die schwierigste Etappe der gesamten Tour. In der Dunkelheit, bei niedrigen Temperaturen und dünner Luft ging es Schritt für Schritt dem höchsten Punkt Afrikas entgegen.

Das große Ziel war, am Dienstag, dem 14. Juli 2026, gegen 6 Uhr zum Sonnenaufgang auf dem 5.895 Meter hohen Uhuru Peak zu stehen.

Dort gedachte das Team der Opfer der Ahrtalflut. Gleichzeitig galt der Dank allen Fluthelferinnen und Fluthelfern, die in den Tagen, Wochen und Monaten nach der Katastrophe außergewöhnliche Unterstützung geleistet haben.

Fünf Jahre nach der Flut wurde der Gipfel des Kilimandscharo damit zu einem besonderen Ort des Erinnerns.

Abstieg zum Millennium Camp

Nach dem Aufenthalt auf dem Gipfel begann der lange Abstieg. Vom Uhuru Peak führte der Weg zurück in tiefere Höhenlagen bis zum Millennium Camp auf etwa 3.861 Metern. Dort verbrachte die Gruppe ihre letzte Nacht am Kilimandscharo.

Aufgrund der nur eingeschränkt verfügbaren Internet- und Kommunikationsverbindungen am Berg lagen während der Tour keine ausführlichen Berichte oder persönlichen Eindrücke der Teilnehmer vor. Weitere Bilder, Erlebnisse und Stimmen aus dem Team werden ergänzt, sobald die Gruppe wieder zuverlässig erreichbar ist.

Schon jetzt steht jedoch fest: Diese Kilimandscharo-Besteigung war weit mehr als eine Reise auf den höchsten Berg Afrikas. Sie verband eine außergewöhnliche sportliche Leistung mit dem Gedenken an die Opfer der Ahrtalflut und einem besonderen Dank an alle Menschen, die dem Ahrtal in seiner schwersten Zeit zur Seite standen.